Bauen der Zukunft: Welche Baustoffe Fertighaushersteller verwenden

## Teil 1 der Serie: Baustoffe der Zukunft

Die Verwendung der richtigen Baustoffe ist für alle Bauherren ein wichtiges Thema. Hier geht es nicht nur um die beste Wärmedämmung oder den Schallschutz, sondern zunehmend auch um die Verträglichkeit der Materialien für Allergiker oder die Nachhaltigkeit. Damit steigt auch die Nachfrage nach recyclebaren Materialien. Neben dem Zurückgreifen auf klassische Baustoffe wie regionalem Holz, werden neue Verbindungen auf ihre Verträglichkeit und die Verbesserung des Wohnkomforts getestet. Als Fertighaushersteller beschäftigen wir uns mit diesen neuen Baustoffen bereits heute und haben einen Überblick zusammengetragen, welche Materialien für unsere zukünftigen Häuser verwendet werden.

Baustoffe der Zukunft: Vom Fertighaushersteller getestet

Gerade wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, wollen viele Bauherren keine Kompromisse eingehen. Neben sichtbaren Materialen - die auch von Fertighausherstellern heutzutage gern genutzt werden - wie Stein und Holz gibt es allerdings viele versteckte Komponenten. Diese sind ebenso essentiell für den Hausbau. So wird oftmals der klassische Dämmstoff Polystyrol für die Isolierung von Wänden und Dächern verwendet, ein weit verbreiteter Standard-Kunststoff. Das Recyceln dieses Werkstoffes ist allerdings aufwendig und die entstehenden Gemische können oft der Wertstoffkette nicht wieder zugeführt werden. Das Frauenhofer Institut hat nun ein Verfahren mitentwickelt, das dieses Baumaterial besser recyceln lässt. Einen Schwerpunkt der Forschung für das Bauen der Zukunft bildet trotzdem weiterhin die Entwicklung von recyclebaren Bioschaumstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Frauenhofer Institut arbeitet hier zusammen mit amerikanischen Forschern an einer Neuanwendung des Phenolharzschaumes, der rein auf organischen Komponenten basiert.

Wenn Fertighaushersteller zu Sience Fiction Autoren werden

Das Bauen der Zukunft basiert allerdings nicht nur auf der Verwendung nachhaltiger und recyclebarer Materialien: Unsere Häuser werden immer schlauer. Und zwar durch Nanotechnologie. Bei dieser Technik dreht sich alles um die kleinsten Teile, den sogenannten Nano-Teilchen. Durch den Einsatz dieser Technologie können bewährte Eigenschaften klassischer Materialien mit neuen, zusätzlichen Merkmalen kombiniert werden. Das hört sich nach dem neusten Steven Spielberg Film an? Als Fertighaushersteller können wir Ihnen versichern: Die Verbindung von Baustoffen und Nanotechnologie ist bereits Realität. Zum Beispiel wird für die Wärmespeicherung in Fassaden eine neuartige Verwendung von Zuckeralkoholen getestet, um überschüssige Wärme von solarthermischen Anlagen vom Sommer in den Winter zu speichern. Man spricht hierbei von sogenannten Phasenwechselmaterialien. Ein ebenfalls sehr wichtiges Forschungsfeld spielt die Frage nach einer neuen Verbindungsart der einzelnen Bauteile. Die meisten Werkstoffkombinationen lassen sich durch Kleben miteinander verbinden - wodurch weder Schweißen noch Bohren nötig ist und die Bauteile nicht mehr beschädigt werden. Neue Klebstoffe bieten hier ganz neue Möglichkeiten für eine Leichtbaukonstruktion, da keine metallischen Aufhängungen mehr benötigt werden. Als Fertighaushersteller testen wir heute schon die verschiedenen Klebekomponenten, um die bestmöglichste frühzeitig verwenden zu können.

Durch modulares Bauen entwickeln Fertighaushersteller ganz neue Baukonzepte

Neben den nachhaltigen und intelligenten Eigenschaften der neuen Baustoffe, ermöglichen diese auch eine modulare Bauweise. Und bilden damit einen weiteren Trend der Zukunft im Bauen ab: Vorgefertigte Bauteile erhöhen die Flexibilität der Bauherren um ein Vielfaches und lassen ein Haus den jeweiligen Lebensumständen anpassen. Die Bauzeit und auch die Baustellenfläche lassen sich mit vorgefertigten Bauteilen auf ein Minimum reduzieren. Und die Bauteile der Zukunft sind dabei auch noch multifunktional: Fassaden dienen nicht nur zum Schutz gegen Witterung, sondern enthalten auch Belüftungselemente oder haben Photovoltaik-Module eingebaut, die zur Energieerzeugung genutzt werden. Und auch wenn sich viel von dem Genannten sehr technisch und für den Alltag eines Bauherren zurzeit noch unwichtig anhört: Es gibt auch Entwicklungen, die wir alle sofort in unser Haus einbauen würden. Zum Beispiel Jalousien, die sich im Zwischenraum von einer Mehrscheibenverglasung befinden und somit die Lebensdauer solcher Systeme absichern.

Die Trends der Zukunft sind also mittlerweile eher in greifbarer Nähe und unsere Art und unsere Materialen des Hausbaus verändern sich rasant. Als Fertighaushersteller sind wir den Trends auf der Spur und berichten in unserer Serie über weitere Neuheiten aus der Baubranche.

Sie möchten mehr über die Baustoffe der Zukunft und die Projekte des Frauenhofer Institutes BAU erfahren? Hier geht es zu den Baustoffen der Zukunft. Lesen Sie mehr über die Forschung des Frauenhofer Institutes zu Bausystemen der Zukunft.

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