Mit dem Baukindergeld zum Eigenheim – auch Häuser von Fertighausherstellern werden gefördert

Wie das Baukindergeld funktioniert

Seit dem 18. September können Bauherren und Häusleplaner das sogenannte „Baukindergeld“ offiziell beantragen. Und zwar auch rückwirkend, wenn die Baugenehmigung nach dem 01. Januar 2018 genehmigt worden ist. Dabei geht es um den Erwerb von Wohneigentum oder dem erstmaligen Neubau zur eignen Nutzung in Deutschland – auch Häuser von Fertigherstellern sind hierin abgedeckt. Die Unterstützung von Familien und Alleinerziehenden beim Hauskauf wird schon seit längerem vorangetrieben und diskutiert. Auch wir haben bereits darüber in unserem Blog berichtet. Der Förderzeitraum ist zurzeit von der Regierung auf 2 Jahre festgelegt, es werden also nur Bauvorhaben vom 01.01.2018 bis Ende 2020 unterstützt. Wir haben alle Daten und Fakten zusammengetragen, wie eine solche Förderung bei der KfW Bankengruppe zustande kommen kann.

Mit einem regionalen Fertighaushersteller und dem Baukindergeld zu einem günstigen Eigenheim

Wer wird unterstützt mit dem Baukindergeld?

Mit dem Baukindergeld werden gezielt junge Familien gefördert, die für den Ersterwerb eines Eigenheims einen staatlichen Zuschuss von 1.200 € je Kind und pro Jahr ausgezahlt bekommen. Und zwar über 10 Jahre hinweg. Dafür muss mindestens ein Kind unter 18 Jahren mit im Haushalt leben. Für jedes Kind wird also eine Förderung von insgesamt 12.000€ genehmigt: Eine Familie mit einem Kind erhält demnach die Summe von 1.200€ im Monat, bei jedem weiteren Kind wird diese um 1.200€ aufgestockt. Demnach ist die erste Voraussetzung ziemlich eindeutig: Ein Kind unter 18 Jahren muss mit in das Haus einziehen.
Eine weitere Voraussetzung ist die Einkommensgrenze der Eltern, die ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von 75.000€ pro Jahr nicht überschreiten darf. Zusätzlich werden 15.000€ pro Kind gewährt. Im Klartext heißt das: Die beiden letzten Einkommenserklärungen vor der Antragsstellung plus eine Summe von 15.000€ pro Kind gelten als Freibetrag. Für eine Beispielfamilie mit zwei Kindern ergibt das ein zu versteuerndes Jahreshaushaltseinkommen von maximal 105.000 Euro (75.000 Euro + 2 x 15.000 Euro). Wer darunter liegt, bekommt 24.000 Euro vom Staat (12.000 Euro je Kind), wer darüber liegt, wird nicht gefördert.

Als Fertighaushersteller fragen wir natürlich: Welche Immobilien werden gefördert?

Das Baukindergeld wird auch rückwirkend für dieses Jahr gezahlt: Die Baugenehmigung muss zwischen dem 01. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 erteilt worden sein. Das heißt, die zuständige Gemeinde muss durch die Bauanzeige Kenntnis über das Bauvorhaben gemäß Landesbauordnung (LBauO) erlangt haben und mit den Ausführungen des Baus durfte daraufhin zwischen dem 01. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 begonnen werden. Das gilt ebenfalls bei der Baugenehmigung durch einen Fertighaushersteller. Baut die Familie nicht selbst, sondern erwirbt einen Neu- oder Bestandsbau, muss der notarielle Kaufvertrag ebenfalls zwischen diesen beiden Daten unterzeichnet worden sein. Wichtig zu beachten: Ist der Kaufvertrag oder die Baugenehmigung zwischen dem 01. Januar bis zum 17.09. diesen Jahres ausgestellt worden, muss der Antrag auf Förderung bis zum 31. Dezember 2018 eingegangen sein. Bei Bauvorhaben nach dem 17.09. muss dieser spätestens 3 Monate nach dem Einzug eingereicht werden – hier zählt das Datum der Meldebestätigung in der Gemeinde.

Wie wird der Antrag gestellt?

Sie stellen den Antrag auf Baukindergeld direkt im Zuschussportal der KfW online. Sobald der Antrag abgesendet ist, wird der Zuschussbetrag reserviert. Danach müssen noch die geforderten Nachweise erbracht werden. Wichtig hierbei: Diese können Sie frühestens im März 2019 hochladen, da das System zurzeit noch nicht aktiviert ist. Sie haben danach dafür 3 Monate Zeit. Sie werden per Email darüber informiert, dass Sie nun die Dokumente anfügen können. Diese setzen sich aus Einkommenssteuerbescheiden, der Meldebestätigung und dem Grundbuchauszug zusammen. Also ab März sollten Sie regelmäßig Ihr Postfach checken und können die besagten Unterlagen bereits als eingescanntes PDF vorbereiten, um die Antragsstellung zu beschleunigen.

Da das Gesetz noch nicht endgültig verabschiedet worden ist, gibt es noch einige Fragen zu klären. Es steht zum Beispiel noch nicht fest, ob es auch für unverheiratete Paare oder Patchworkfamilien gilt. Als regionaler Fertighaushersteller werden wir die Entwicklungen selbstverständlich im Auge behalten und immer wieder neue Regelungen kommunizieren.

Alles Wichtige auf einen Blick: • In Ihrem Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren für die Sie oder Ihr Partner Kindergeld erhalten. • Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind. • Sie haben frühestens am 01.01.2018 den Kaufvertrag unter¬zeichnet oder die Baugenehmigung erhalten. • Ihr neues Zuhause ist zum Stichtag Ihre einzige Wohn¬immobilie. • Bis spätestens Ende 2020 müssen Sie den Kaufvertrag unterschrieben oder die Baugenehmigung erhalten haben – bewilligt ist ein Zeitraum der Förderung von 2 Jahren zum jetzigen Zeitpunkt von der Bundesregierung. • Spätestens drei Monate nach dem Einzug (amtliche Meldebestätigung) müssen Sie den Antrag für das Baukindergeld gestellt haben.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie das Baukindergeld als Finanzierung mit einrechnen können, fragen Sie bei Ihrer Bank nach, dem Verbraucherschutz oder Ihrem Ansprechpartner bei Ihrem Fertighaushersteller.

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