Hausbau Tipps - Part 1: Wohnfläche richtig berechnen

DIN-A4 – klar. Aber wie wird ein Haus DIN vermessen? Was hat es mit der Wohnflächenverordnung auf sich und wie berechnet man eigentlich die tatsächliche Wohnfläche? Wir erklären angehenden bauen.wiewir Hausbesitzern in unserer Hausbau Tipps Reihe die wichtigsten Fachbegriffe im Hausbau.

Wie viel Fläche habe ich zum Wohnen?

In Deutschland gibt es keine allgemein gültige Regel für die Berechnung der tatsächlichen Wohnfläche. Oft zum Nachteil von Mietern und Käufern. Der Eigentümer wendet das Verfahren an, was für ihn am günstigsten und für den Kunden am teuersten ist. Aber Quadratmeter ist eben nicht gleich Quadratmeter. Dachschrägen beispielsweise schränken die eigene Wohnfläche maßgeblich ein. Künftige Immobilienbesitzer müssen sich dessen bewusst sein und vergleichen am besten nur Angebote mit der identischen Berechnungsmethode.

Durchgesetzt haben sich zwei Arten, die eigene Wohnfläche zu bestimmen: Einerseits die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung und andererseits die DIN-Messung der Bodenfläche. Bei den DIN-Normen unterscheidet man zusätzlich zwischen der DIN277 und der DIN283 – wobei letztere veraltet und kaum mehr zu finden ist.

Berechnung der Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung

Die Wohnflächenverordnung wurde eigentlich nur für den sozialen Wohnungsbau verpflichtend erstellt. Mittlerweile ziehen aber Gerichte deutschlandweit diese Verordnung heran, falls im Mietvertrag keine Berechnungsmethode vereinbart wurde. Laut Wohnflächenverordnung gehören:

• Kellerräume • Waschküche • Heizungsräume • Garagen

NICHT zur Wohnfläche! Entscheidend bei der Berechnung nach Wohnflächenverordnung ist vor allem die Raumhöhe des Objekts:

• Räume und Teile von Räumen mit einer Höhe von mindestens zwei Metern sind Wohnfläche. • Flächen unter einer Schräge bis zu einem Meter Raumhöhe sind keine Wohnfläche. • Flächen unter einer Schräge von einem bis zwei Metern Raumhöhe werden zur Hälfte der Wohnfläche zugeordnet. • Flächen unter einer Treppe bis zu einer Treppenhöhe von einem Meter – umgerechnet drei Stufen – sind keine Wohnfläche. • Flächen unter einer Treppe von einem bis zwei Metern werden zur Hälfte der Wohnfläche zugerechnet. Alles über zwei Meter, gilt als Wohnfläche. • Fenster- und Wandnischen, die nicht bis zum Fußboden gehen, zählen nicht zur Wohnfläche. Wenn diese bis zum Boden reichen, kommt es auf die Tiefe an. Nischen müssen mindestens dreizehn Zentimeter tief sein, um der Wohnfläche hundertprozentig angerechnet zu werden.

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