Bauen der Zukunft: Der Schutz zu Hause beschäftigt auch Fertighaushersteller

## Teil 2 der Serie: Sicherheit der Zukunft

Der Umzug aus einer Wohnung in ein Haus bringt teilweise ganz neue Bedürfnisse mit sich. Hatten die Bewohner vorher keine Wahl bei der Haustür, dem Schloss oder der Schließmechanik der Eingangstür, so sind diese Faktoren nun in der Hand der Bauherren. Gerade wenn es um die Sicherheit im eigenen Haus geht, ist die Auswahl zwischen klassischen Methoden, wie Jalousien oder einer Alarmanlage und moderneren Komponenten extrem groß. Als Fertighaushersteller beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Angeboten und geben Ihnen einen Überblick, wie in Zukunft und teilweise schon heute die Sicherheit im eigenen Haus aussieht.

Sicherheit beginnt für Fertighaushersteller mit den Baumaterialien

Der Zusammenschluss der Institute für das Frauenhofer Projekt BAU widmet sich nicht nur unseren Breitengraden wenn es um Sicherheit geht: Hier werden auch Baustoffe getestet, die zum Beispiel bei Erdbeben ihre Standfestigkeit bewahren oder Extrembelastungen wie Explosionen auffangen können. Für Bauherren in Deutschland sind hier die Ergebnisse der Forschungen zu neuen Baumaterialien gegenüber Gefahren wie Feuer, Starkwindereignisse oder Flut von Bedeutung. Das Institut arbeitet an der Weiterentwicklung ultrahochfester oder auch zur Energieabsorption geeigneter Betone, die bei Extrembelastungen zu einer enormen Schadensreduzierung führen. Daneben werden vor allem Sensornetzwerke innerhalb der Gebäudestruktur erprobt, die den Einsatzkräften im Notfall Echtzeitinformationen über den Zustand des Gebäudes und den Aufenthalt der Bewohner liefern. Wie Sensortechnik bei Fertighausherstellern eingesetzt wird Sensorik in Gebäuden spielt in der Zukunft des Bauens eine entscheidende und große Rolle. Zurzeit unterscheidet man bei der Infrarot-Sensorik zwischen drei möglichen Einsatzgebieten: Für die intelligente Klimatisierung, eine thermische Gebäudeüberwachung und die Zählung der Personen in dem Gebäude. Diese Technik kann vor allem in öffentlichen Gebäuden zum Einsatz kommen, da bei diesen Detektoren im Gegensatz zu Kameras die Privatsphäre von Menschen nicht verletzt wird: Die dargestellte Temperaturverteilung lässt keine Identifizierung einzelner Personen zu, sondern nimmt lediglich die die vom Körper ausgesendete Strahlung passiv auf. So können die Detektoren zum Beispiel die Klimatisierung von Gebäuden oder Räumen intelligent steuern und helfen dabei, Energie sinnvoll einzusparen. Durch diese Eigenschaften können die Sensoren auch Temperaturen außerhalb des Normalbereiches wahrnehmen und bereits auf ein potentielles Feuer im Gebäude hinweisen noch bevor es zur Rauchentwicklung kommt. Dieser Zeitvorteil der thermischen Überwachung gegenüber Rauchmeldern kann im Falle eines Brandes ausschlaggebend sein.

Fertighaushersteller setzen auch bei Eigenheimen auf Sensorik

Der Einsatz von Sensorik ist allerdings nicht auf öffentliche Gebäude beschränkt, sondern sorgt auch im eigenen Haus für mehr Sicherheit. Ein Netzwerk aus Sensoren im Fußboden zeichnet auf, wo und wie sich eine Person im Haus bewegt. Gerade zur Betreuung von älteren oder pflegebedürftigen Personen ist dieses System nützlich: Die Sensorik registriert Bewegungsmuster und ob eine Person auf dem Boden steht oder liegt. So können Stürze in Echtzeit Verwandten oder dem Pflegepersonal über Smartphone oder Tablet mitgeteilt werden und sofort ein Krankenwagen alarmiert werden. Die Sensorik kann auch als Alarmanlage genutzt werden, da Eindringlinge von außen das normale Bewegungsmuster stören und somit als solche erkannt und dem Besitzer gemeldet werden. Ist das System mit anderen Sicherheitskomponenten verbunden ist, kann auch beispielsweise in einem solchen Fall das Licht im gesamten Haus angehen. Gleichzeitig merkt die Sensorik aber, wenn sich der Hauseigentümer selbst nachts auf dem Weg ins Badezimmer befindet und schaltet nur gedämmt die Flur- und Badlampe ein. Um Einbrüchen vorzubeugen bieten immer mehr Fertighaushersteller auch eine Sensorik bei der Eingangstür des Hauses an: Es kommen nur mit Fingerabdruck registrierte Personen ins Haus; dafür gibt es einen Fingerabdrucksscanner an der Eingangstür. Das System meldet zudem dem Hauseigentümer über das Smartphone, wer gerade ins Haus gegangen ist. So gehört das lästige Schlüsselsuchen vor der Haustür schon jetzt der Vergangenheit an. Die Entwicklung der Sensorik Technik im Hausbau ist demnach schon relativ weit vorangeschritten und heute bereits einsatzfähig. Wer noch mehr über die Forschung im Frauenhofer Institut erfahren möchte, kann hier alles über die Sicherheit der Zukunft lesen.

Fanden Sie den Beitrag nützlich? Dann teilen Sie ihn JETZT mit Ihren Freunden!