Sommer, Sonne, Gartenzeit…

Heute mit Tipps für die Planung eines Gartenhauses!

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling erwecken meist unsere Lebensgeister und die Lust, den Garten bereit für den Sommer zu machen, wird immer größer.

Denn nicht nur das Haus soll schön sein, sondern auch der Garten. Und damit im Sommer die schönsten Partys dort gefeiert werden können, der Rasenmäher, die Gartenmöbel und die Spielsachen ihren Platz finden, entsteht oft Interesse und Bedarf an einem Gartenhaus.

Nicht jeder möchte unbedingt die Baumarktvariante im Garten stehen haben, sondern auch selbst tätig werden. Selbstgebaute Gartenhäuser sind also eine echte Alternative zum Gartenhaus von der Stange – individuell geplant und mehr als bloße Geräteschuppen. Es sei natürlich erwähnt, dass vormontierte Gartenhäuser deutlich schneller zusammengebaut sind als ein Gartenhaus in Eigenregie. Dieses stellt jedoch oft eine spannende Herausforderung für echte Heimwerkerfans dar. Notwendig sind hier auf jeden Fall: Gute Planung, handwerkliches Geschick und ein paar fleißige Helfer. Gemeinsam schafft man dann aber auch einen ganz besonderen Lieblingsplatz für laue Sommerabende - und das ist viel mehr als “nur” ein Geräteschuppen. Aber auch die Baumarktvarianten gibt es heute in vielfältigen Varianten und guter sowie anspruchsvoller Qualität.

Was gilt es beim Bau eines Gartenhaus zu beachten?

Braucht man eine Baugenehmigung fürs Gartenhaus?

Ob ein Gartenhaus genehmigungspflichtig ist, hängt in erster Linie von seiner Größe ab. Die Vorschriften unterscheiden sich jedoch von Bundesland zu Bundesland. In Bayern und Brandenburg sind etwa Bauten bis zu einem Volumen von 75 Kubikmetern umbauten Raumes baugenehmigungsfrei. In Niedersachsen liegt die Grenze bei 40 und in Nordrhein-Westfalen nur bei 30 Raummetern.

Eingeschränkt werden diese Bestimmungen in den Bauordnungen zumeist noch dadurch, dass nur “Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten” genehmigungsfrei sind. In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen beispielsweise müssen sonst solche Baulichkeiten bereits ab zehn Quadratmetern Grundfläche genehmigt werden.

Um Ärger von vornherein zu vermeiden, sollte man sich daher auf jeden Fall vorher bei der Baubehörde erkundigen, ob man eine Baugenehmigung benötigt. Diese kostet etwa 50 Euro, das Antragsformular gibt es online zum Ausdrucken.

Keinesfalls sollten Hausbesitzer das Gartenhaus schwarz aufstellen. Selbst wenn die Behörde es nicht merkt, die besten Helfer des Bauamts sind unfreundliche Nachbarn.

Große Gartenhäuser benötigen ein Plattenfundament

Die Größe eines Gartenhauses bestimmt neben der Bodenart, wie massiv man das Fundament bauen muss. Ein Plattenfundament (= massive Betonplatte auf PE-Folie und einer Sandschicht) verläuft unter dem gesamten Grundriss und trägt sowohl große Gartenhäuser als auch kleinere Häuser auf weichem Boden. Die Betonplatte verteilt das Gewicht des Hauses auf eine große Fläche und es steht dadurch stabil. Nachteil: Der Bauaufwand ist sehr hoch und es werden viel Beton und Armierungsstahl benötigt. Generell sollten Fundamente jeweils etwas größer als die Grundfläche des Gartenhauses sein. So entgeht man der Gefahr, dass am Rand etwas abbricht oder das Haus eventuell sogar übersteht.

Braucht man für ein Gartenhaus eine zusätzliche Versicherung?

Nein. Denn wer auf seinem Grundstück ein Gartenhaus baut, muss das Häuschen normalerweise nicht extra versichern. Nebengebäude auf einem Grundstück seien über die Wohngebäudeversicherung mitgeschützt, es erklärt es die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Das bezieht sich zunächst aber nur auf die Bausubstanz. Die Innenausstattung des Gartenhäuschens wiederum sei dann aber meist über die Hausratversicherung abgedeckt.

Und nun: Viel Spaß bei der Planung und Umsetzung des eigenen Gartenhäuschens wünscht bauen.wiewir!

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