Bauen der Zukunft: Fertighaushersteller denken groß

## Teil 3 der Serie: Smart Cities

Wenn es um das Bauen der Zukunft geht, geht es nicht nur um die modernen Entwicklungen für die Hauskomponenten eines einzelnen Bauherren - sondern um ganze Städte. Gerade in den Veränderungen des Stadtbildes durch nachhaltige Architektur, durch eine andere Art unseres Straßenverkehrs oder auch in neuen Wohnmodellen zeigt sich die Gemeingültigkeit von Bauen der Zukunft. Als Fertighaushersteller beobachten wir die Trends der Smart City Gestaltung und haben die wichtigsten Themen für Sie zusammengefasst.

Nachhaltigkeit auch als Thema bei Fertighausherstellern für Siedlungen

Das Thema der Nachhaltigkeit zieht sich durch alle Bereiche des Bauens der Zukunft: Auch bei der Verknüpfung von einzelnen Bauten zu einer Gemeinschaft, spielt die nachhaltige Wechselwirkung zwischen diesen eine wichtige Rolle. Das Frauenhofer Institut BAU geht davon aus, dass nachhaltig gebaute Siedlungen konventionellen Bauprojekten ökologisch, wirtschaftlich und auch soziokulturell überlegen sein werden. Dabei sind die Gebäude hier keine Einzelbauten mehr, sondern verknüpfen sich in ihrer Gestaltung, Funktion und Infrastruktur zu einem Gesamtkonzept. Fertighaushersteller setzen daher bereits jetzt auf eine modulare Bausweise, die eine Veränderung der Häuser auch im Nachhinein zulässt. Im Fordergrund der Forschung stehen neben nachhaltigen und ökologischen Bausubstanzen, ein integrales Management von Frisch- und Brauchwasser sowie innovative Mobilitätskonzepte. Auch die Begrünung urbanen Raumes fließt in die Forschungen mit ein: Als Urban Gardening bereits in vielen Großstädten gelebt, werden weitere Konzepte entwickelt, die grüne Flächen als gestalterische Elemente in die Stadtplanung von Anfang an mit einfließen lassen. Diese haben einen positiven Einfluss auf die Sauerstoffproduktion, den Schallschutz und das Mikroklima einer Stadt. Um das Klima geht es auch bei einem weiteren Projekt von BAU: In Ballungsräumen sind die Temperaturen im Schnitt bis zu 10 Grad Celsius höher als im Umland. Gerade im Sommer ist es daher in Städten oft unerträglich heiß und die Hitze staut sich in den Straßenzügen. Abhilfe könnten in Zukunft wasserverdunstende Pflastersteine bringen. Dafür wird in die Steine ein Wasserspeicher integriert, der bei hochsommerlichen Temperaturen an die Steinoberfläche durch die Verdunstung transportiert wird und somit die Steinplatte abkühlt.

Welche neuen Wohnkonzepte Fertighaushersteller in der Zukunft sehen

Immer mehr Menschen machen sich schon im jungen Alter Gedanken, wie sie später leben und wohnen möchten. Die Entwicklung in den Großstädten zeigt bereits einen Wandel in der Verteilung von Haushalten: Immer mehr Single-Wohnungen - egal ob jung oder alt - werden vermietet und führen zum Wohnungsmangel, sowie zur Vereinsamung älterer Menschen. Neue Wohnkonzepte arbeiten gegen diesen Trend an und wollen nicht nur Menschen untereinander verbinden, sondern auch Wohnen und Arbeiten sowie Natur und Stadt. Als Fertighaushersteller sehen wir gerade in diesem Trend eine Zukunft, da sich modulare Häuser den Lebenssituationen immer anpassen können. Eines der Projekte für neue Wohnkonzepte ist „Wir Bauen Zukunft“ in Mecklenburg. Hier haben sich Menschen zusammengefunden, die Wohnen und Zusammenleben neu definieren wollen. Ziel ist es, Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen ein gemeinsames Experimentierfeld zu geben, in dem sie soziales Unternehmertum, nachhaltiges Bauen und bedarfsorientierte Innovationen testen können. Die „Crew“ gibt immer wieder Workshops und bietet Führungen auf dem Gelände an.

Keine Smart City mit Fertighausherstellern ohne Sicherheit

Das Frauenhofer Institut testet die Software VITRUV, die das direkte Einbinden von Sicherheitsaspekten bei dem Prozess der Stadtplanung ermöglicht. So kann in Erdbebenregionen bereits im Vorfelde durch historische Daten eine Gefahrenanalyse Aufschluss über die für bestimmte Gebiete geeigneten Baumaterialien geben. Städte können so robuster und nachhaltiger geplant und gebaut werden. Bereits bestehende urbane Gegenden werden von der Software ebenfalls auf Schwachstellen geprüft und können dann kosteneffizient modernisiert werden. Eine der Städte, die bereits von dem Frauenhofer Institut für die Zukunft gerüstet und neu entworfen wurde, ist die Hauptstadt von Georgien Tiflis: Das Projekt trägt den klangvollen Namen „Morgenstadt“ und ist bereits im vollen Gange. Die Analyse des Ist-Zustands in Bezug auf Ressourcenschonung, Innovationsfähigkeit und Lebensqualität hat einen Strategie- und Maßnahmenplan von insgesamt 19 Ideen ergeben. Umgesetzt werden nun Projekte im Bereich der städtischen Abfallwirtschaft und städtische Wasserver- und -entsorgung, der Energie- und Ressourceneffizienz, sowie der Mobilität und Informations- und Kommunikationstechnologien.

Als Fertighaushersteller bleiben wir den Trends weiterhin auf der Spur und beschäftigen uns in dieser Serie mit allen Komponenten des Bauens der Zukunft.

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